Photo by Manolo Chrétien on Unsplash

Lieferantenonboarding ohne Probleme

Berlin, den 12. Oktober 2018 | Was macht einen guten Onlineshop aus? Richtig, seine sorgfältig ausgewählten und hervorragend präsentierten Produkte. Hinter der kundenfreundlichen Erscheinung verbirgt sich natürlich jede Menge Arbeit. Für eine optimale Produktauswahl arbeiten Shopbetreiber schließlich mit einer Vielzahl von Lieferanten zusammen. Das bedeutet, dass mit jedem dieser Lieferanten eigene Wege zur Integration seiner Produkte in den Shop zu finden sind.

Wer pflegt die Produktdaten der Lieferanten ein?

Im eCommerce ist es für die kundenfreundliche Produktpräsentation unverzichtbar, dass die Darstellung der Produktpalette gut aufbereitet ist. Neben den Kerninformationen zum Artikel (z.B. Farbe, Material und Preis) sollen Zusatzinformationen wie Verpackungsgrößen, Lieferzeiten sowie Fotos mit einer einheitlichen Bildsprache bereitstehen. Selbstverständlich müssen die Daten korrekt sein. Das heißt u.a., dass Größen und Produktmerkmale richtig zugeordnet sind und die Verfügbarkeit gewährleistet ist.

Anzunehmen wäre es ja, dass die Lieferanten sich selbst darum kümmern, ihre Daten in das bestehende Produkt-Informations-Management-System (PIM) des Online-Shops einzupflegen insbesondere bei großen Shops mit bestimmter Marktmacht. Das bleibt allerdings Wunschdenken. In der Realität übermitteln verschiedene Lieferanten die Produktdaten in unterschiedlichen Formaten. Oft genug werden lediglich Excel-Listen zur Verfügung gestellt, die dann aufwendig integriert und ausgebessert werden müssen, berichten Insider aus der Branche.

Produktdaten sind mannigfaltig

Das größte Problem bei Produktdaten ist die Diversität der Attribute. Obwohl beispielsweise Hemden, Sneakern und Ohrringe bereits sehr unterschiedliche Attribute zugeordnet werden müssen, ist die Bandbreite bei Kleidung fast noch übersichtlich. Werkzeuge hingegen warten bereits mit einer wesentlich größeren Palette an Attributen auf.

Photos © Barn Images + Nathan Dumlao + NordWood Themes on Unsplash

Photos © Barn Images + Nathan Dumlao + NordWood Themes on Unsplash

Nun stellen Lieferanten die Listen mit Attributen in unterschiedlicher Qualität und Struktur zur Verfügung. Vieles muss händisch nachgetragen werden. Aus diesem Grund haben Online-Shops häufig sehr große Produktionsabteilungen, deren Mitarbeiter mit der Aufbereitung der Produktdaten im Zuge des Lieferantenonboardings beschäftigt sind.

Geht das auch automatisiert?

Genau dieser Frage geht das AuDaMaC-Forschungsprojekt nach, das die innoscale AG gemeinsam mit den Projektpartnern maßgeblich vorantreibt. Wir arbeiten seit April auf Hochtouren an einer Lösung für automatisches Datenmapping im eCommerce.

Bisher wird meist einer der folgenden Lösungsansätze gewählt:

  1. Eine technische Lösung: Die IT-Abteilung entwickelt mit hohem Aufwand eine spezifische Schnittstelle zum Lieferanten.
  2. Eine Batch-Lösung: Zur Datenübertragung werden Onboarding-Excel-Listen verwendet, die von der Produktionsabteilung im Nachgang aufbereitet werden.
  3. Eine rein manuelle Lösung: Die Daren werden in Handarbeit vollständig in das Interface des Shopsystems übertragen.

Sämtliche Lösungen sind ähnlich unbefriedigend: hohe Kosten, hoher Zeitaufwand und Mangel an Eleganz. Das geht doch auch besser!

Lieferantenonboarding mit DataRocket

innoscale stellt eine Software zur Verfügung, die ein prozess-unterstütztes Lieferantenonboarding ermöglicht: DataRocket. Der Prozess gestaltet sich dann folgendermaßen: Lieferanten erhalten eine Maske zum Hochladen der Datei mit Produktdaten. DataRocket prüft diese auf Vollständigkeit und die Einhaltung von zuvor individuell definierten Datenqualitätsregeln. Die Mitarbeiter des Online-Shops können im nächsten Schritt die Produktdaten freigeben, bevor DataRocket diese in das Shopsystem überführt.

Wie funktioniert das konkret? Zunächst wird das Referenzdatenmodell abgebildet. Anschließend wird ein Datenmapping gebaut. Jeder Lieferant bekommt in seiner Onboarding-Ansicht ein eigenes Profil. Zwar ist es zu Beginn aufwendig, diese Profile zu definieren. Langfristig zahlt sich der Aufwand allerdings aus, da die Basis für eine hohe Datenqualität im Online-Shop damit gelegt ist.

Die Vorteile:

  • Die Datenqualität steigt messbar an.
  • Das Lieferantenonboarding geht schneller.
  • Das Lieferantenonboarding wird transparent, weil es prozessgesteuert und übersichtlicher abläuft.
  • Der Arbeitsaufwand sinkt deutlich, denn die Daten werden teilautomatisiert übernommen.
  • Die Kunden Ihres Online-Shops sind wesentlich zufriedener, da sie ihre Kaufentscheidungen auf einer validen Datenbasis treffen.

Möchten Sie Ihr Lieferantenonboarding optimieren? Dann füllen Sie bitte das Kontaktformular aus und wir werden Sie in einem unverbindlichen Gespräch beraten!